Marderabwehr Volkswagen

Marderschutz für VW und betroffene Modelle

Marder machen sich oftmals mit großer Begeisterung über Autos her. Besonders Kabel und Schläuche werden von den Tieren zerbissen. Das hat auch Auswirkung auf die Hersteller, die auf den Anspruch eines sicheren Autos reagieren. Deswegen entwickeln immer mehr Hersteller, wie auch Volkswagen, Marderschutz für die einzelnen Modelle. Es werden aber auch Abwehrmechanismen entwickelt, die für verschiedene Modelle anwendbar sind entwickelt.

Abwehr durch den Hersteller

VW gehört zu den Herstellern, die versuchen die Autos gegen Marder abzusichern. VW vertreibt ein mechanisches Abwehrsystem. Das kann idealerweise in einer Fachwerkstatt nachgerüstet werden. Der Motorraum wird mit kleinen Blechen abgesichert, sodass der Marder nicht mehr einsteigen kann. Diese bietet VW, angepasst für die meisten VW Golf Modelle, an.

Ebenso wird auch bei VW mit Strom gearbeitet. Die möglichen Eingänge werden mit Platten oder Drähten gesichert. Berührt der Marder diese bekommt er einen Stromschlag. Dieser ist harmlos, aber schmerzhaft für das Tier und hält es fern. Allerdings gibt es Einschränkungen. Für einige Motoren eignet sich ein komplettes Abdichten nicht oder verschiedene Abwehrgeräte können wegen möglicher Hitzeentwicklung nicht verbaut werden. Auch sollten Sie aufpassen, wenn Sie im geschützten Motorraum arbeiten. Denn der Stromschlag ist auch für den Menschen schmerzhaft, aber nicht gefährlich. Wenn möglich sollten Sie den Marderschreck daher vorher abschalten.

Marderabwehr beim Golf 6

Für den VW Golf 6 bietet VW eine Möglichkeit einen Marderschutz nachzurüsten. Bei diesem wird der Motor so abgekapselt, dass der Marder diesen nicht mehr erreichen kann. Hierzu werden die Gelenkwellen zusätzlich abgeschottet. Dadurch kann der Marder nicht mehr hochklettern. Die Kosten für einen Marderschaden liegen durchschnittlich bei 300 Euro, damit liegen sie über den Kosten für dieses Abwehrsystem, das etwa 250 Euro kostet. Zudem wird das Abwehrsystem von Kunden als erfolgreich bezeichnet. Vorteil dessen, dass die Marderabwehr angepasst ist, ist dass die Absicherung nicht verändert werden muss, sondern bereits an die Besonderheiten des Motors angepasst ist. Das Einbauen wird zudem als relativ einfach bezeichnet.

Marderabwehr beim Golf 7

Eine spezifisch angepasste Abschottung für den Motorraum gibt es für den Golf 7 bislang nicht. Allerdings werden von Volkswagen Stromabwehrsysteme (Marderschreck) empfohlen. Der Marder bekommt einen Stromschlag, wenn er in den Motorraum einsteigt. Das hält den Marder fern.

Marderabwehr beim Tiguan

Für den Tiguan gibt es keinen angepassten Marderschutz. Es wird aber ein Marderschreck empfohlen, der mit Strom und oder Ultraschall arbeitet. Hierbei muss insbesondere beim Tiguan darauf geachtet werden, dass der Marderschutz zu dem Motor passt. Hierbei sollte ein Mechaniker gefragt werden, damit keine Schäden am Auto entstehen.

Marderschreck mit Ultraschall und Elektroschock

Marderschutz mit Ultraschall und Elektroschock

Autos, die häufig Opfer von Mardern werden

Bei Volkswagen ist der Tiguan besonders beliebt bei den Mardern. Diese Autos haben besonders häufig Marderschäden, was aber auch daran liegt, dass der Tiguan besonders schwierig zu sichern ist. Ein besonderes Sicherungssystem gibt es bislang nicht.

VW liegt in der Marderstatistik im Mittelfeld, von 1000 Autos werden etwa 3 Opfer eines Marders.

Weitere Schutzmöglichkeiten

Als die sichersten Methoden gilt das Abschotten des Motorraumes oder die Sicherung mit einem Marderschreck. Dieser sollte aber mit Ultraschall und Strom arbeiten. Ultraschall allein gilt als weniger sicher, beziehungsweise bei Ultraschall gibt es Marder, die sich nicht beeindrucken lassen. Ebenso kann ein Marder mit einer Falle gefangen werden, wenn eine entsprechende Genehmigung vorliegt.  Dies ist aber wenig erfolgsversprechend. Grund dafür ist, dass ein freies Revier schnell von einem anderen Marder übernommen wird.

Den Marder zu vergiften oder mit Totschlagfallen zu jagen ist verboten. Ein Verstoß gegen das Verbot ist ein Verstoß gegen das Jagdrecht und strafbar.

Es ist aber erlaubt dem Marder den Motorraum so unangenehm wie möglich zu machen. Wenn der Motorraum nicht komplett abgeschirmt werden kann, wird dies empfohlen um das Risiko einer Attacke auf den Motor zu reduzieren. Hierfür gibt es verschiedene Sprays, die den Motor unangenehm riechen lassen und auch einen sehr unangenehmen Geschmack auf den Schläuchen und Kabeln hinterlassen. Das kann Grund genug für einen Marder sein, nicht in die Kabel zu beißen.

Auch ein Gitter, welches unter den Wagen gelegt wird, wirkt abschreckend auf den Marder. Die Tiere mögen nicht auf nachgiebigen Draht laufen, weswegen entsprechend gesicherte Autos oft gemieden werden. Diese Methode ist allerdings sehr umständlich, da der Schutz jedes Mal unter den Wagen gelegt werden muss, beziehungsweise vor Fahrtantritt entfernt werden muss.

Weiterführende Quellen