Typische Marder-Geräusche

Diese typischen Marder Geräusche sollten Sie kennen

Sofern ein Marderbefall befürchtet wird, ist es ratsam die Ohren zu spitzen. Denn Marder geben bestimmte Geräusche von sich. Diese wiederum können zur genauen Lokalisierung genutzt werden, um die Tiere anschließend zu vertreiben oder einzufangen. Dabei ist es jedoch wichtig die einzelnen Geräusche der Tiere genau zu unterscheiden und richtig einordnen zu können.

Das wichtigste in Kürze:

  • Marder sind nur in der Nacht aktiv – demnach können die typischen Marder Geräusche vor allem zu dieser Tageszeit gehört werden
  • bei Revierkämpfen oder sofern die Tiere gejagt werden, geben sie ein schrilles, lautes Schreien von sich
  • den größten Lärm verursachen Marder-Junge auf dem Dachboden
  • im Haus bzw. in der Wand können leise Bewegungsgeräusche wahrgenommen werden
  • fühlen sich die Tiere bedroht, beginnen sie zu fauchen

Welche Geräusche machen Marder?

Je nach Situation geben Marder unterschiedliche Geräusche von sich, manchmal können sich diese wie Schreie anhören. Aber auch ein Fauchen oder verschiedene Bewegungsgeräusche in der Wand oder auf dem Dachboden geben Aufschluss darüber, dass sich ein Marder in den eigenen vier Wänden eingenistet hat.

Schreie – wann sind sie zu hören?

Da es sich bei Marder um Raubtiere handelt, müssen diese von Natur aus eher leise sein, um ihre Beute nicht zu verschrecken. Dennoch gibt es einige Situationen, in denen Marder beginnen zu schreien. So ist es nicht unüblich, dass die Tiere während der Paarung, bei Revierkämpfen oder auf der Flucht vor anderen Tieren bzw. Menschen zu schreien beginnen.

Während andere Marder Geräusche nur nachts zu hören sind, kann das Schreien auch am Tag wahrgenommen werden. Dies ist vor allem der Fall, sofern die Raubtiere auf Haustiere treffen. In diesem Fall ist Vorsicht geboten, denn Marder können schnell den geliebten Vierbeiner verletzen.

Zwar halten die Schreie eines Marders nie lange an, da die Tiere selbst laute Geräusche nicht mögen, dennoch zeichnen sich diese Geräusche des Marders durch besondere Eigenschaften aus. So sind Marder-Schreie:

  • sehr laut
  • hoch und schrill
  • erinnern an streitende Katzen.
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Video © Wildschweinschmatzen – Kampf der Marder

Marder Geräusche im Haus

Im Haus sind die Geräusche der Plagegeister nicht immer so leicht zu erkennen oder von anderen Tieren zu unterscheiden. Vor allem in der Nacht oder am frühen Morgen lassen sich in der Regel auf dem Dachboden oder in den Wänden die typischen Marder Geräusche hören. Oftmals werden diese von einem Tier verursacht. Es kann aber auch vorkommen, dass sich Junge auf dem Dachboden befinden. Diese verursachen einen extremen Lärm, der kaum zu überhören ist, da die jungen Tiere auf dem Dachboden herumtoben. Marder-Junge geben nicht selten auch ein leises Quietschen mit Zirpgeräuschen von sich. Diese typischen Geräusche können sich wie Vogelgezwitscher anhören.

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Video © H Strauss – Marder auf dem Dachboden

Demnach lassen sich vor allem während der Paarungszeit (Juli und August) sowie in der Schonzeit (März bis Herbst) oftmals vermehrt Geräusche auf dem Dachboden wahrnehmen.

Die Geräusche, die der Marder im Haus erzeugt, können sehr vielseitig sein. In den meisten Fällen ist ein:

  • Tippeln, das durch die Pfoten verursacht wird
  • Poltern
  • Rascheln

zu hören.

Hin und wieder machen sich die ungebetenen Gäste auch durch ein Nagen oder Kratzen bemerkbar. Vor allem Letzteres kann dann in den Wänden gehört werden.

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Video © Maike Brzakala – So klingt der Marder

Fauchen – Nur, wenn sich die Tiere bedroht fühlen

Sofern sich ein Marder bedroht fühlt und auch keinen Ausweg zur Flucht mehr sieht, beginnt er lauthals zu fauchen. Aber auch beim Kampf mit Rivalen und anderen Tieren lässt sich dieses Geräusch bei Mardern hören. Das Fauchen eines Marders klingt sehr bedrohlich und wird oftmals von einer enormen Aggressivität des Tieres begleitet – auch ein leichtes Grummeln kann wahrgenommen werden. Marder fauchen beispielsweise, wenn sie auf größere Tiere, wie Hunde, treffen oder vom Menschen eingefangen wurden. Das Fauchen des Marders kann mit dem einer Katze verglichen werden. Allerdings ist das Geräusch des Raubtieres um einiges lauter.

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Video © Postcaddy – Marder (Mustelidae) gefangen in Lebendfalle Marderfang

Welche Geräusche machen Marder sonst noch?

Neben dem bereits erwähnten Schreien, Fauchen etc. lässt sich auch noch ein weiteres Geräusch bei den Tieren beobachten, das jedoch nur in einer bestimmten Jahreszeit zu hören ist.

Tiefes Schnurren und leises Kreischen bei der Paarung

Sofern sich Marder paaren, geben sie ein tiefes Schnurren und manchmal auch ein leises Kreischen von sich. In der Regel sind diese Geräusche auch nur nachts zu hören, da die Tiere diese Tageszeit zur Paarung vorziehen.

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Video © jimsuerd2x2 – Marderpaarung bei Nacht / Marten copulation at night

Können sich Marder Geräusche auch wie ein Bellen anhören?

So unterschiedlich die Geräusche eines Marders auch sein mögen, bellen können die ungebetenen Gäste nicht. Ein Bellen in der Nacht, das nicht vom eigenen Hund oder einem Nachbarhund stammen kann, lässt sich in der Regel auf einen Fuchs zurückführen. Füchse geben bellende Geräusche von sich, sofern sie sich paaren oder einen Revierkampf mit einem Rivalen ausfechten.

Wie unterscheide ich Marder Geräusche von anderen Tieren?

In der Regel gibt es ein klares Indiz dafür, dass die zu hörenden Geräusche eindeutig von einem Marder stammen: die Tageszeit. Katzen bewegen sich in der Regel eher geräuschlos durch die eigenen vier Wände. Einzige Ausnahmen bilden dabei die Jagd, das Spiel oder der Kampf mit Rivalen. Auch Mäuse und Ratten werden gerne mal mit etwaigen Geräuschen auf dem Dachboden in Verbindung gebracht. Allerdings sind diese Schädlinge nicht nur in der Nacht aktiv. Demnach müssten die Geräusche, die durch Ratten und Mäuse verursacht werden, den gesamten Tag über gehört werden.

Dennoch gibt es ein Tier, dessen Geräusche oftmals mit denen der Marder verwechselt werden: der Waschbär. Dieser ist ebenfalls vorwiegend nur in der Nacht aktiv und vergreift sich nicht selten auch mal an der Dämmung und Co. auf dem Dachboden. Um sicher zu gehen, welcher Gast sich auf dem Dachboden eingenistet hat und die störenden Geräusche verursacht, sollten die Spuren des Eindringlings sichtbar gemacht werden. Marderspuren lassen sich deutlich von anderen Tieren unterscheiden.

Übersicht: Eindringlinge und ihre Geräusche

TierGeräuscheZu welcher Tageszeit aktiv?Verursacht Schäden an Dämmung und Co.?
Marderlautes Poltern, Kratzen, Tippeln, Rascheln u.U. Schreien und FauchennachtsJa
Waschbärlautes Poltern, Kratzen und Schabenvorwiegend nachtaktivJa
Mausleises Knabbern und Kratzenden gesamten Tag übernur geringe Schäden
RatteKnabbern, Kratzen, Schaben und Fiepen, um mit Artgenossen zu kommunizierentagsüber, aber auch nach Einbruch der Dämmerungnur geringe Schäden
Katzeleises Tapsenjederzeit – auch nachtsnein

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