Marder fernhalten

Der Marder muss weg – Was hilft? Vergrämen, Fernhalten oder Beseitigen?

Einen Marder am Auto oder am Haus ist lästig und verursacht meist über kurz oder lang Schäden. Verständlich also, dass der ungebetene Gast schnell verschwinden soll. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die je nach Situation mehr oder weniger erfolgsversprechend sind. In allen Fällen gilt aber, dass so früh wie möglich gehandelt werden sollte. Denn Marder sind sehr territorial und geben ein Revier nur ungern wieder auf. Im Idealfall sollte der Marder also vertrieben werden, ehe er Ihr Haus zu seinem bevorzugten Schlaf- oder sogar Nestplatz erklärt hat. Aber selbst dann, ist es möglich, das Tier wieder loszuwerden. Es dauert aber meist deutlich länger.

Ein weiterer Grund für das Verscheuchen und Fernhalten des Marders ist, dass dies unabhängig von der Schonzeit möglich ist und nicht an das Jagdrecht gebunden ist. Rechtlich ist dies also der deutlich einfachere Weg und Sie vermeiden das Risiko sich strafbar zu machen. Wenn Sie den Ort für den Marder unattraktiv machen verhindern Sie zudem, dass der nächste Marder das freie Revier übernimmt.

Abschottung gegen den Marder

Ein sehr effektiver Weg ist, das Haus oder Auto gegen den Marder abzuschotten. Das bedeutet, dass das Auto in einer mardersicheren Garage steht und die Zugänge zum Haus sicher abgeriegelt werden. Wichtig hierbei ist, dass Marder sehr geschickte Kletterer sind und auch durch kleine Löcher passen. Sie sind zudem sehr kreativ, wenn es darum geht, in ihr Versteck zu kommen. Daher sollte beim Aufspüren der Eingänge gegebenenfalls fachkundige Hilfe in Anspruch genommen werden. Dies gilt besonders, wenn trotz Verschließens der bekannten Eingänge, der Marder wieder ins Haus oder die Garage eingedrungen ist.

Ein Trick um herauszufinden, wo der Marder einsteigt, ist, den Boden mit feinem Sand oder Mehl zu bestäuben. So können die Abdrücke ausgemacht und der Eingang gefunden werden.

Ebenso kann es ein Weg sein, den Motorraum des Autos zu sichern, sodass der Marder nicht mehr hineinkommt. Ob dies möglich ist, hängt ebenso wie der Kostenaufwand vom Modell des Autos ab. Leider ist es oftmals gerade bei älteren Fahrzeugen nicht möglich den Motorraum komplett zu sichern.

Oftmals hilft es, wenn ein Drahtgitter in den Durchgang oder unter das Auto gelegt wird, da Marder sehr ungern auf diesen laufen. Allerdings gibt es auch Fälle, in denen die Marder sich an das Gefühl gewöhnt hatten und unbeeindruckt über das Gitter liefen.

Weiteren sinnvollen Schutz bieten Kabelschutzschläuche und Antiduft-Sprays gegen Marder.

Vertreibung und Vergrämung

Ein weiterer Weg ist, den Marder zu verjagen. Wenn eine Abschottung nicht möglich ist, kann dies ein Weg sein, um das Tier los zu werden. Ziel hierbei ist, dass der Marder den Motorraum oder den Dachboden freiwillig meidet, weil er ihn unangenehm findet. Hierzu gibt es verschiedenste Hausmittel.

Unterschiedliche Tipps im Hausgebrauch

Im Motorraum wird oftmals zum WC Stein geraten, da Marder den Geruch nicht mögen. Auch den Geruch von Essig mögen die kleinen Räuber nicht. Zu den Feinden von Mardern gehören Hunde und Katzen. Haare von selbigen riechen für den Marder bedrohlich und können dazu führen, dass der Marder das Auto oder den Dachboden lieber meidet. In noch stärkerer Form gilt dies, für die Haare von Frettchen. Diese gehören zur Familie der Iltisse und sind natürliche Feinde der Marder. Bei einem aufeinander treffen würde es zu einem heftigen Kampf kommen, sodass der Geruch Marder häufig zum Rückzug bringt.

Bei diesen Mitteln gilt aber, dass ein Marder sich an Gerüche gewöhnen kann und es keine Garantie gibt, dass die Mittel helfen. Gerade die Wirksamkeit von WC Steinen ist umstritten, da sie nur von kurzer Dauer ist, bis viele Marder sich an den Geruch gewöhnt haben und ihn ignorieren. Haare von anderen Tieren sind da meist effektiver. Sollen Hausmittel im Motorraum eingesetzt werden, müssen diese zudem so angebracht werden, dass sie keinen Schaden am Motor anrichten. Hier empfiehlt es sich im Zweifel mit einem Autofachmann Rücksprache zu halten, um Schäden am Auto zu verhindern.

Hausmittel kombinieren

Es kann daher sinnvoll ein mit mehreren Mitteln zu arbeiten und diese regelmäßig zu erneuern. Um den Unterschlupf als Schlafplatz unattraktiv zu machen hilft es, wenn Musik läuft. Insbesondere tagsüber, idealerweise aber tagsüber und nachts. Ein Radio in der Garage oder auf dem Dachboden, wird als sehr erfolgsversprechend bezeichnet. Wichtig ist aber, dass die Beschallung über Wochen erfolgt. Denn auch wenn der Marder sich erst einmal zurückziehen wird, so wird er den Schlafplatz in den folgenden Wochen erneut aufsuchen und wenn es dann ruhig ist, wird er ihn wieder als Aufenthaltsort nutzen. Nur wenn er den wiederholt als lauten Ort wahrnimmt, wird er ihn dauerhaft aufgeben. Laut heißt in diesem Zusammenhang aber nicht, dass Sie die Musik laut aufdrehen müssen. Zimmerlautstärke ist bei dem empfindlichen Gehör der Marder vollkommen ausreichend, damit dieser das Weite sucht.

Chili oder Pfeffer im Motorraum oder auf dem Dachboden reizen zudem die Nase und gegebenenfalls den Gaumen, sodass der Marder an entsprechend eingeriebene Kabel wahrscheinlich kein zweites Mal gehen wird. Auf dem Dachboden reizt Pfeffer die Nase und der Marder versteht nicht, warum er niesen muss. Das verknüpft er mit dem Ort und meidet diesen langfristig.

Schutzgeräte gegen Marder – Ultraschall, Elektro und Co.

Es gibt eine Vielzahl an Geräten zur Abwehr und Vertreibung von Mardern. Ziel dieser Geräte ist, dass der Ort für den Marder unangenehm ist und er diesen daher meidet. Da Marder empfindlich auf Geräusche reagieren, können hohe Töne, die für den Menschen unhörbar sind, den Marder vertreiben. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die Geräte entsprechend getestet sind, damit nicht Hunde oder Katzen verrücktspielen. Außerdem sind dieser Test und die Zulassung wichtig, da schlechtere Geräte auch von menschlichen Babys wahrgenommen werden können, nämlich wenn der Frequenzbereich zu niedrig gewählt wird.

Außerdem gibt es Geräte, die Ultraschall oder Stromstöße aussenden. Ultraschall stört den Marder ebenfalls und den unangenehmen Ursprungsort, wird das Tier in der Folge meiden. Die Geräte, die Stromstöße aussenden, funktionieren wie ein Weidenzaun. Der Draht wird im Motorraum oder im Durchgang so angebracht, dass das Tier einen Stromschlag bekommt, wenn es diesen berührt. Dieser Stromschlag ist stark genug, dass er dem Tier weh tut, aber das Tier dabei nicht verletzt wird. Wichtig ist, dass diese Geräte fachmännisch eingebaut werden, insbesondere wenn es sich um Stromgeräte handelt, damit Sie sich nicht verletzen.