Marder Jungtiere

Marder-Junge: Niedlich und dennoch schädlich

Marder können das gesamte Jahr über für Haus- und Autobesitzer zu einer großen Plage werden. Vor allem aber im Frühling sind die kleinen Raubtiere besonders aktiv und dementsprechend auch gut zu hören. Denn zu dieser Jahreszeit erblicken die Marderjungen das Licht der Welt. Diese sind besonders geschützt, sodass die Elterntiere zu bestimmten Zeiten auch nicht gejagt oder gar getötet werden dürfen. Erfahren Sie nachfolgend alles Wichtige rund um die Jungtiere der Marder.

Marder-Junge sind bei der Geburt gerade einmal 15 cm groß und wiegen nur 30 g (© slowmotiongli / istockphoto.com)

Jungtier: Marderjungen brauchen besonderen Schutz

Nach der Paarungszeit im Sommer bringt die Mardermutter (Marderfähe) zwischen März und April des nächsten Jahres etwa drei bis vier Junge zur Welt. Die Jungtiere sind für die ersten fünf Wochen nach der Geburt blind und taub und somit vollständig auf die Mutter angewiesen, die jedes Junges mit Futter versorgt. Aus diesem Grund dürfen Marder zwischen März und Oktober (Schonzeit) nicht gejagt oder vertrieben werden. Mithilfe der Schonzeit soll sichergestellt werden, dass die Marderfähe jedes einzelne Jungtier optimal versorgen kann.

Gut zu wissen
Marder-Jungen sind vor allem in den Monaten Juni bis August zu hören. Zu dieser Zeit verlassen sie das Nest und beginnen eigenständig die Welt zu erkunden. Aber erst mit sechs Monaten sind die Jungtiere vollkommen selbstständig und kapseln sich von ihren Fähen ab.

Marder Nest: Rückzugsort für die Jungtiere

Um es den Marderjungen so angenehm wie möglich zu machen, bauen sich Marder hin und wieder ein Nest. Das sogenannte Mardernest sieht optisch aus wie ein Vogelnest. Nicht selten klauen sich die Raubtiere auch Nester von Vögeln und schleppen diese beispielsweise auf Dachböden und Co. Um das Nest für den Nachwuchs angenehm zu polstern, verwenden die Elterntiere Haare und Blätter. Aus diesem Grund lässt sich ein Mardernest sehr leicht von einem typischen Vogelnest unterscheiden.

Aufzucht der Jungtiere im Mardernest

Während der ersten zwei Monate werden die Marderjungen von der Mutter gesäugt. Bereits mit sechs Wochen bekommen die Jungtiere jedoch bereits ihre Zähne. Und so kann die Mutter den kleinen Mardern bereits ab der siebten Woche festes Futter anbieten. Sofern ein Junges die neunte Lebenswoche erreicht hat, nimmt die Mutter es mit auf die Jagd. Auf den Streifzügen bringt die Marderfähe ihrem Nachwuchs aber nicht nur das Jagen bei, sondern gibt ihren Jungen auch die Möglichkeit sich in Orientierung zu üben.

Mit vier Monaten sind die Marderjungen dann so weit, dass sie eigenständig das Marder Nest verlassen. Genau zu dieser Zeit lassen sich dann auf Dachboden und Co. laute Geräusche der Jungtiere wahrnehmen, die herumtoben und umherstreifen.

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